Chile 

Hola Chicos,

mal wieder  überqueren wir die Grenze von Argentinien nach Chile und unser erster Stopp ist in Valparaiso. Auf dem Weg nach Chile haben wir das Glück die Anden zu überqueren und wunderschöne Landschaften zu bestaunen.

 

Valparaiso ist seit 2003 UNESCO Weltkulturerbe und lässt seitdem die Touristenzahlen explodieren. Sein Niedergang begann mit dem Erdbeben von 1906 und der Eröffnung des Panamakanals 1914. Heute ist die Stadt als Zwischenhafen für Kreuzfahrtschiffe wieder wichtiger geworden. Zum Charme der Stadt trägt die malerisch verblasste Schönheit der chaotischen Hügel bei. Als wir ankommen bekommen wir das beklemmende  Gefühl, dass wir nicht in der sichersten Gegend sind. Auf der Suche nach einem Restaurant stoßen wir auf ein deutsches namens Hamburg. Valparaiso ist sehr geprägt von europäischem Charakter und die Stadt hatte unter anderem deutsche, italienische, niederländische, französische und schweizer Kolonien. Am nächsten Tag machen wir einen Free walking tour und uns werden die schönen Ecken von Valparaiso gezeigt. Mit der Standseilbahn fahren wir die Hügel hoch und durchqueren dort die steilen verwinkelten Straßen, Gassen und Treppen die von vielen verfallenen Villen gesäumt werden.

 

 

 

Am nächsten Tag fahren wir eine kurze Strecke zu dem benachbarten Vina del Mar. Eigentlich sieht man hier keine Grenze und die beiden Ortschaften verschmelzen miteinander. Hier findet man schöne Strandpromenaden und eine geordnetere Stadt. Wir freuen uns richtig endlich wieder am Wasser spazieren zu können. Später gehts wieder zurück ins Hostel.Das ist das beste Hostel was wir bis jetzt auf unserer Reise hatten. Vor allem mal nicht so hellhörig denn die Bauweise lässt hier mal wieder zu wünschen übrig. Auf der Terrasse kann man super chillen und trifft den einen oder anderen Backpacker.

 

 

Einen diesmal kurzen Sprung machen wir weiter in die Hauptstadt Chiles, Santiago. Bis 1994 herrschte hier noch Diktatur und es gibt ein Museum welches die Menschenrechte der damaligen Zeit aufzeigt. Santiago gilt als die sicherste Großstadt Südamerikas und hat einiges zu bieten. Spitzenrestaurants, perfekte gepflegte Gärten und die atemberaubende Andenkulisse welche man besser ohne dem ganzen Smog sehen würde. Auch hier wird von der gleichen Company wie in Valparaiso die Walking Tour angeboten, die wir natürlich in Anspruch nehmen. Die wichtigsten öffentlichen Gebäude finden sich nahe der Plaza de Armes, von der aus belebte Einkaugsstraßen und Fußgängerzonen abzweigen. Die Straße Belavista und drum herum kann man am Wochenende gut besuchen. Wir haben den Eindruck, dass es wie der Ballermann ist und die Mode hier ist grauenvoll. Wir ziehen uns das Geschehen zu unserem amüsieren natürlich gerne rein. Unbedingt muss man hier den Italieno Hot dog probieren, Italiano wird er übrigens wegen seiner Farbe genannt-Quakamole, Tomaten Mayonnaise.

 

Mit dem Nachtbus fahren wir 11h weiter in den Süden Chiles. In das wunderschöne Pucon. Das wir den Nachtbus gewählt haben habe ich nach 10min. mal wieder bereut. 11h einem dicken extrem schnarchenden Typen direkt hinter einem sitzen zu haben, der fast noch durch einen Hustanfall gestorben wäre, macht einen leicht aggressiv. Total müde kommen wir morgens nun in der Stadt Pucon an und wir verlieben uns zum 1.Mal in eine Stadt Chiles. Kleine süße Holzhäuser umgeben von grünen Bergen, gelegen an einem See welcher aus geschmolzenem Gletscherwasser entstand, mit dem Highlight des Blickes auf den schneebedeckten Vulkan. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl und könnten ewig hier bleiben. Man hat zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten u.a. die Besteigung des Vulkans. Der Vulkan ist der meist aktive in ganz Südamerika, 2900 Meter hoch und schneebedeckt. Das man den Vulkan besteigen kann reizt Tom natürlich und wir müssen unbedingt da hoch. Natürlich bin ich so nett und mach es mit aber danach hasse ich ihn dafür. Morgens geht’s 6 Uhr, bepackt, 5h non stop bergauf. Meine Beine schmerzen und ich habe das Gefühl, dass meine Lunge gleich raus springt. Die Gruppen werden aufgeteilt und Tom geht natürlich mit der schnelleren Gruppe weiter während ich hinterher hänge. Nun machen wir den Ausflug getrennt und Fotos haben wir auch keine gemeinsam, also hasse ich ihn innerlich immer mehr. Nach ewiger Quälerei und 1200Meter gelaufenen Höhenmetern kommen wir oben an und der Ausblick ist atemberaubend. Aber nicht nur der Ausblick u.a. auf den größten Vulkan Chiles ist atemberaubend sondern auch der Blick in den aktiven Vulkan. Die Lava schießt hoch man erschreckt und es stinkt und trotzdem ist es einzigartig. Nun ziehen wir uns zusätzliche Kleidung an und es geht mit einem Scheekissen wieder rassend nach unten. Was für ein Spaß. Abends können wir uns kaum noch bewegen und fühlen uns 50 Jahre älter.

 

Den nächsten Tag fahren wir etwas außerhalb von Pucon zu den Thermalquellen und lassen etwas die Seele baumeln. Die Landschaft ist wunderschön und es erinnert uns an Neuseeland. Alleingelegene Häuser mit Wiesen voller Schaafe und Kühe umrandet von grünen Bergen. Endlich sehen wir das auf was wir uns schon die ganze Zeit freuen, Natur.

 

Am 30.11. gehts 7h, mit Elena die wir in Pucon kennen gelernt haben, mit dem Bus nach Puerto Varas. Puerto Varas liegt wie Pucon an einem See mit Blick auf einen Vulkan. Hier gibt es genauso viele Aktivitäten wie in Pucon aber wir sind uns alle einer Menge, Pucon hat mehr Charme. Also beschließen wir den nächsten Tag mit dem Minibus in das 30km entfernte Frutillar zu fahren. Hier gibt es das „deutsche Kolonialmuseum“. Das dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Generell gibt es hier in der Region einen großen deutschen Einfluss. Cafes und Restaurants unter deutscher Hand. Im 1800 Jahrhundert sind viele Familien 5 Monate mit dem Schiff von Hamburg nach Chile (östlichen Part) gereist und haben sich hier angesiedelt. Mach einem leckeren Stück Kuchen gehts wieder mit dem Minibus zurück nach Puerto Varas wo unser Flug den nächsten Tag nach Punta Arenas geht um unseren Camper abzuholen. Wir freuen uns schon auf eine tolle Zeit in Patagonien.

 

Bis bald

Tom und Anika


3 Gedanken zu “Chile 

    1. Hey ihr Weltenbummler 😉 Wie ich sehe seid ihr in Indien, wieso traut ihr euch dann nicht nach Südamerika? Auf jedenfall braucht ihr euch keine Sorgen über die Sicherheit hier zu machen. Wir haben uns von vielen Leuten Angst einreden lassen, vollkommen unbegründet. Bis jetzt ist alles easy sogar per anhalter kommt man in Chile und Argentinien gut und sicher voran. Na dann werden wir mal ein bisschen euren Blog durchstöbern. Wenn ihr irgendwann plant nach Südamerika aufzubrechen dann schreibt uns gerne an. Wir geben euch alle Tipps die wir haben 😉 Liebe Grüße

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